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Warum schläft mein Baby nicht? 3 Gründe und Tipps dazu

Sie zermartern sich den Kopf, warum ihr Baby einfach nicht schläft? Es hat Mühe mit dem Einschlafen? Weint vielleicht nachts viel? Und Sie suchen verzweifelt nach den Gründen?

Heute möchte ich Ihnen mehr zu den 3 großen Bereichen erzählen, die Ihnen die Frage nach dem Warum beantworten.

Meistens suchen Sie verständlicherweise als Erstes nach den äußeren Ursachen wie Hunger oder einer vollen Windel.  

Ich habe doch alles getan, denken Sie dann zu Recht. Und dass Sie sich erstmal genau diese Gedanken machen, ist verständlich und naheliegend.

Es wäre schön, wenn die Lösung so einfach wäre…

Ist sie aber oft nicht, das haben Sie sicher auch schon bemerkt. Es gibt nämlich leider nicht nur ein paar wenige Ursachen, warum Ihr Baby nicht schläft.

Stattdessen gibt es aber große 3 Bereiche, in denen Sie nach den Ursachen suchen und etwas verändern können.

Welches sind nun diese 3 Bereiche, warum Ihr Baby nicht schläft?

Bevor ich Sie länger im Ungewissen lasse, gebe ich Ihnen hier einen Überblick über die wichtigsten Ursachen, warum Ihr Baby nicht schlafen kann:

1. Die offensichtlichen Ursachen
2. Was Ihr Baby noch so bewegt
3. Ihr Part als Eltern

Und hier geht’s nun mehr ins Detail.

1) Die offensichtlichen Ursachen

Offensichtliche Ursachen nenne ich sie deshalb, weil sie mit den grundlegenden körperlichen Bedürfnissen Ihres Babys zu tun haben. Dazu gehört als erstes natürlich,…

● …ob Ihr Baby Hunger hat
● …ob die Windel voll ist
● …ob es friert oder ihm warm ist
● …ob es auf den Arm will oder
● …ob sie genau die Schlafbrücken, also Einschlafrituale ausprobiert haben, die Ihrem Baby helfen, in den Schlaf zu finden (also Bewegung, singen, wiegen, streicheln,…)

All’ die Dinge, an die Sie selbstverständlich und als Erstes denken. Und die sie schnell und mit wenig Aufwand verändern können.

2)  Was Ihr Baby noch so bewegt

Es gibt aber als zweites noch andere Ursachen, die auch mit Ihrem Baby zu tun haben und an die Sie vielleicht nicht unbedingt sofort denken.

Nicht immer, aber oft sind das Dinge, die uns als Kleinigkeiten erscheinen.

2a) Babys lieben Rhythmus

Schlafstörungen können auch mit den vielen verschiedenen Rhythmen zu tun haben, an die sich Ihr Baby gerade gewöhnt:

● Ihr Baby landet erst viel später in der ersten Tiefschlafphase, als Sie denken und kann deshalb in den ersten 30 Minuten noch oft wach werden. Bleiben Sie deshalb in dieser Zeit noch bei ihm, dann kommt es leichter in die Tiefschlafphase.

● Ihr Baby gewöhnt sich immer mehr an den Tag-Nacht-Rhythmus. Es könnte sein, dass Ihr Baby z.B. eine ‘Nachteule’ ist und abends gerne ein bißchen länger wach ist. Beobachten Sie das ‘mal ein paar Tage. Dann schläft es besser, wenn es noch ein bisschen länger bei Ihnen bleiben darf. Auf Ihrem Arm, im Tragetuch, in der Wiege, gemeinsam auf der Couch…

● Es gibt die sogenannten Schlaffenster, das sind bestimmte wiederkehrende Zeiten, in denen Ihr Baby leicht einschlafen kann. Es ist gar nicht so einfach, die Zeichen für ein Schlaffenster gleich zu erkennen. So wird Ihr Baby dann evt. wieder hellwach, wenn es nicht gleich einschlafen darf, wenn ein Schlaffenster da ist. Und es dauert dann eine Zeit, bis das nächste Schlaffenster erreicht ist.

● Gerade wenn Ihr Baby erst einige Wochen oder Monate alt ist, kann ein Tagesablauf, der uns als Erwachsenen entspannt vorkommt, schon ganz schön voll mit Reizen und Eindrücken sein. Dann kann es Ihrem Baby schwerfallen, in die nötige Grundentspannung zu kommen, die es zum Schlafen braucht.

Was können Sie im Alltag für mehr Rhythmus tun?

Entschleunigung ist das einfache Gegenmittel, um mehr Ruhe und Rhythmus in den Alltag zu bringen.

Hört sich erstmal banal an und ich weiß, wie schwer es oft ist, das praktisch umzusetzen. Aber viele Eltern berichten von viel mehr Entspannung im Alltag mit wenig Aufwand.

Mein Tipp also: Weniger Termine am Tag, ruhige Alltagshandgriffe bei Stillen, Wickeln, Spielen, immer wieder Tage, an denen Sie einfach in Ruhe zuhause sind, ruhigere Zeiten schon am späten Nachmittag,…

2b) Wie geht’s Ihrem Baby körperlich?

Auch den kleinen Körper ihres Babys kann ja schon so einiges plagen, das wissen Sie aus Erfahrung…

● Wenn Ihr Baby schon einige Monate alt ist, können das die Zähne sein

● die regelmäßigen Wachstumsschübe des Gehirns sind meistens nachts besonders irritierend für Ihr Baby

● Bauchschmerzen und Blähungen können besonders abends und nachts ein Thema sein, weil die ganzen Eindrücke und Ablenkungen des Tages nicht mehr da sind.

● Es kommt auch bei Babys schon vor, dass es Verspannungen oder kleine Blockaden im Körper gibt, die oft während der Geburt entstanden sind. Und die bewirken können, dass Ihr Baby sich zu den Schlafenzeiten nicht genug entspannen kann, um in den Schlaf zu kommen.

2c) Und zu guter Letzt: Wie fühlt sich Ihr Baby?

Es gibt ja nämlich nicht nur das körperliche Wohlbefinden, sondern auch den emotionalen Wohlfühlfaktor Ihres Babys

Ihr Baby kann nicht nur körperliche, sondern auch schon innere Anspannung empfinden.

Es kann Angst fühlen oder Unruhe, es kann Stress fühlen, es kann wütend sein oder auch traurig. Genau wie wir auch.

Die Gründe können vielfältig sein. Sie können akut sein oder schon länger bestehen:

● Vielleicht möchte es noch mehr Körperkontakt und Nähe zu Ihnen?

● Kann Ihr Baby sich vielleicht selbst noch nicht so gut zwischen An- und Entspannung regulieren und ist es deshalb oft wie ‘unter Strom’?

● Möchte Ihr Baby nachts bei Ihnen sein, anstatt im eigenen Zimmer?

● Vielleicht gibt es noch länger anhaltenden Stress von der Schwangerschaft oder der Geburt?

● Und noch so viele Gründe mehr

Und manchmal hat Ihr Baby einfach einen schlechten Tag. Oder Tage, an denen es alles ‚richtig doof‘ findet. Das kennen wir als Erwachsene auch. Auch das kann ein Grund sein, warum Ihr Baby nicht schläft.

3) Ihr Part als Eltern

Dieser dritte große Bereich wird Sie vielleicht erstmal am meisten erstaunen. Es geht doch um den Schlaf meines Babys, werde Sie vielleicht sagen, was hat das denn mit mir zu tun?

Grundsätzlich haben Sie natürlich recht.

Allerdings ist die Verbindung zwischen Ihnen und Ihrem Baby sehr, sehr eng. So eng, wie Sie es im ersten Moment vielleicht gar nicht vermuten würden.

Was haben Sie also nun damit zu tun?

Ihr Baby bekommt so ziemlich alles mit, was Sie bewegt und beschäftigt. Das können alle Arten von Stress sein oder wenn Sie sich Sorgen um etwas machen.

● Streit mit dem Partner oder im Freundeskreis?

● Finanzieller Druck?

● Stress in Ihrer Familie oder mit der Familie Ihres Partners?

● Vielleicht Zeitdruck wegen Umzug, Arbeit,…?

● Frust und Hilflosigkeit, wenn Ihr Baby schon seit Wochen abends vor dem Einschlafen oder nachts schreit?

● Oder ist es der ganz normale Alltagsstress, der Sie in Anspannung versetzt?

Babys habe eine Art siebten Sinn dafür, wie es Ihnen geht.

Das hat die Natur so eingerichtet, damit Babys spüren können, ob noch alles in Ordnung ist. Oder ob sie sich bemerkbar machen müssen, damit sie gut versorgt werden.

Natürlich versteht Ihr Baby nicht, worum es genau geht. Was es aber spürt, ist die Spannung, in der Sie sind. Und die überträgt sich auf Ihr Baby, leider ob Sie wollen oder nicht.

Wenn ich das in den Beratungen mit den Eltern anspreche, kommt besonders von den Müttern meist sofort eine Bestätigung, dass sie das auch schon bemerkt haben.

Und das kann auch ein Grund sein, warum Ihr Baby nicht schläft. Das bewirkt dann als Folge nämlich häufig, dass Ihr Baby sich zum Einschlafen dann nicht mehr so gut entspannen kann.

Es geht auf keinen Fall darum, dass Sie daran Schuld sind. Das sind Sie nicht.

Was kann ich tun?

Wenn Sie verstehen, warum sich Spannungen auf Ihr Baby übertragen können, können Sie bewußter gegensteuern…

● …und sich vor dem Einschlafritual nochmal kurz entspannen.

● …oder einigen Minuten tief durchatmen, um den Kopf freibekommen

● …oder einen Konflikt zeitnah klären, bevor sich die Spannung immer mehr aufstaut

● …oder den Partner bitte, zu übernehmen, wenn Sie merken, dass Ihre Kraft nicht mehr reicht.

Im Alltag immer völlig entspannt zu sein mit einem Baby ist nicht möglich. Und so zu tun, als ob es die Sorgen und Konflikte nicht gibt, funktioniert auch nicht.

Es geht eher darum, die kleinen Schritte zu gehen, die möglich sind.

Und ganz zum Schluss noch…

Die meisten Eltern hätten gerne einen speziellen Kniff oder eine Art Formel, die Ihrem Baby beim Schlafen hilft. Leider muss ich Sie da enttäuschen

Es gibt nicht ‚den einen Trick’, der bei allen Babys hilft, die Schlafprobleme haben.

Jedes Baby ist anders und hat schon seine eigene Persönlichkeit. Jede Familiensituation ist anders. Ihre persönliche Situation als Vater, Mutter und als Familie ist anders als die in anderen Familien. Und jedes Baby reagiert anders auf das, was Sie ausprobieren zum Schlafthema.  

In diese Blogbeitrag geht es um die Gründe, warum Ihr Baby nicht schäft.

Wenn Sie als nächsten Schritt viele praktische und alltagstaugliche Tipps ohne Halbwahrheiten oder Ammenmärchen möchten, lesen Sie hier gerne mehr zu meinem Babyschlafpaket mit Handbuch, Videos und Audios.

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Herzliche Grüße,

Christiane Christiansen

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