Baby schläft auf dem Arm von Mutter

Hilfe, mein Baby schläft nur auf dem Arm oder meiner Brust! Warum nur?

In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die Gründe dafür, warum Ihr Baby nur oder fast nur auf dem Arm oder Ihrer Brust schläft.

Aber als Allererstes möchte ich Sie beruhigen: Erstmal ist das völlig normal und natürlich!

Ihr Baby sagt sich: ‚Wieso soll ich alleine im Bettchen einschlafen, wenn es bei Mama so viel wärmer und kuscheliger ist?‘ Und wenn wir an uns selbst denken, ist das eine verständliche Reaktion Ihres Babys: Wir kuscheln uns ja beim Einschlafen und Schlafen auch gerne an unseren Partner.

Babys sind außerdem Traglinge und brauchen besonders, wenn Sie sich in den Schlaf verabschieden sollen, noch mehr Körperkontakt als sowieso schon.

Und darüberhinaus genießt Ihr Baby es, wenn Sie ihm etwas Gutes tun und ihm so Ihre Liebe zeigen.

Wie ist es aber in den folgenden Situationen?

● Wenn Ihr Baby schon in Hochspannung gerät, wenn es das Gefühl bekommt, dass es schlafen soll?

● Wenn es beim Einschlafen sofort völlig angespannt weint, wenn Sie es nur eine Sekunde ablegen?

● Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Baby Angst bekommt, wenn Sie es nur kurz ablegen?

● Oder wenn Ihr Baby völlig verzweifelt wird, wenn es nicht mit ganz viel Körperkontakt einschlafen darf?

Wenn Sie also das Gefühl haben, hier stimmt etwas nicht.

Im nächsten Artikel zeige ich Ihnen in 4 Schritten, wie Sie damit besser umgehen können.

Was ist aber nun der Grund dafür, wenn mein Baby nur auf dem Arm oder meiner Brust schläft?

Einer der Hauptgründe, warum Ihr Baby zum Einschlafen so nah bei Ihnen sein möchte, ist Sicherheit und als Folge davon Entspannung.

Mit Ihrer Nähe und Ihrem Körperkontakt bekommt Ihr Baby ein Gefühl von:

● ‚Alles ist gut‘‚

● ‚Ich fühle mich sicher‘,

● ‘Es ist alles in Ordnung‘,

● ‚Ich fühle mich beschützt‘

● ‚Jetzt kann ich mich zum Einschlafen entspannen‘.

Bei Ihnen am Körper zu sein ist also hochgradig beruhigend für Ihr Baby und gibt ihm ein Gefühl von Sicherheit und Schutz. Besonders in den ersten Monaten.

Sie sind sozusagen eine Art Sicherheitsstation für Ihr Baby.

Das ist nicht so verwunderlich, wenn man sich klarmacht, wie nah Ihr Baby bei Ihnen als Mutter war, als es sogar noch in Ihrem Körper war. 24 Stunden am Tag.

Wann entsteht dieses Gefühl von Sicherheit?

In den meisten Fällen also schon bei Mama im Bauch.

Ihr Baby hat Ihren Herzschlag gehört und das regelmäßige Gluckern und Glucksen drumherum. Es hat Ihren regelmäßigen Tag- und Nachtrhythmus mitbekommen. Es hat ungefähr ab dem 5. Monat Ihre Stimme und die Stimme Ihres Partners gehört. Es war warm in Ihrem Bauch und es hat überall Begrenzung um sich herum gespürt durch Ihren Körper.

Überall war Rhythmus und Regelmäßigkeit. Das entspannt und gibt Sicherheit. Und Entspannung ist das, was wir brauchen, um Einschlafen zu können.

Das ist bei uns Erwachsenen ja nicht anders. Wenn wir einen stressigen Tag gehabt haben, müssen wir auch erstmal `runterkommen. Der Unterschied zu Ihrem Baby ist, dass wir als Erwachsene uns besser alleine wieder beruhigen können. Ihr Baby kann das zu Beginn seines Lebens noch nicht so gut.

Wenn Ihr Baby also dieses Sicherheitsgefühl und diese Entspannung nicht hat, signalisiert es durch Unwohlsein, Weinen oder Spannung, dass es davon dann mehr von Ihnen braucht.

Was will Ihr Baby Ihnen dann sagen?

Die Botschaft kann eine der Folgenden sein:

● ‚Mama, bleib bitte bei mir‘‚

● ‚Papa, leg‘ mich jetzt nicht ab‘,

● ‚Geh jetzt nicht weg‘,

● ‚Ich brauche mehr Sicherheit und Beruhigung, wenn ich jetzt einschlafen soll‘.

Das ist das, was Ihr Baby Ihnen damit sagen möchte. Sprechen kann es noch nicht, also nutzt es alles andere, was ihm zur Verfügung steht. Stimme, Körperspannung, Mimik,…

Weiter unten im Artikel gehe ich noch näher darauf ein, warum es gerade beim Einschlafen so ist, dass Ihr Baby Sie mehr braucht als in anderen Situationen. Jetzt aber noch die Antwort auf eine andere Frage:

Wieso braucht denn gerade mein Baby soviel Sicherheit?

Eine berechtigte Frage.

Warum reicht nun also für das eine Baby ein kleines Einschlafritual, um sich für das Einschlafen zu entspannen und ein anderes Baby schläft nur auf dem Arm ein?

Dazu kann ich Ihnen aus meiner Erfahrung mit unzähligen Babys und Eltern sagen:

Wenn es schon seit der Geburt oder kurz danach begonnen hat, das Ihr Baby zum Einschlafen so nah bei Ihnen sein möchte, dann ist es in den allermeisten Fällen so, dass noch Anspannung in ihm steckt von dem, was es bisher erlebt hat.

Stress in der frühen Lebenszeit

Das Intensivste, was Ihr Baby bisher erlebt hat und was zum Teil große Spannung in ihm auslösen kann, ist die Zeit der Schwangerschaft, der Geburt und der Zeit kurz danach.

Wenn Sie wollen, stoppen Sie mit dem Lesen kurz und nehmen sich mal ein paar Minuten Zeit, um darüber nachzudenken. Fallen Ihnen spontan Stressfaktoren ein, schwierige Phasen oder schwierigen Momente in der Schwangerschaft, während der Geburt oder danach?

Etwas, was in Ihnen oder Ihrem Baby Anspannung ausgelöst haben kann? Oder wo es eine frühe Trennung gab?

Was könnte das sein?

Das können schwierige Familienerlebnisse, eine Beziehungstrennung oder ein großer Umzug während der Schwangerschaft sein. Das kann ein Kaiserschnitt sein oder eine Saugglockengeburt, es kann sein, dass die Nabelschnur um den Hals gewickelt war, es kann sein, dass Ihr Baby nach der Geburt nicht sofort zu Ihnen gekommen ist oder vielleicht musste Ihr Baby noch länger im Krankenhaus bleiben als gedacht und war nachts alleine.

Wenn Sie ‘mal überlegen, wie intensiv, belastend und emotional das für Sie schon gewesen ist, warum sollte das bei Ihrem Baby anders gewesen sein? Es war ja auch dabeio, genau so wie Sie.

All‘ das kann in Ihrem Baby also Spannung und Unruhe erzeugen. Ihr Baby nimmt das nach der Geburt mit in den Alltag wie einer Art Grundanspannung.

Es fehlt nach den mehr oder weniger stressigen frühen Erfahrungen das Gefühl von Sicherheit und Entspannung.

Stress und Einschlafen

Wenn Ihr Baby dann in die Einschlafsituation kommt, wo wir uns also normalerweise entspannen als Voraussetzung für das Einschlafen, dann fällt das einem Baby mit einer hohen Grundanspannung verständlicherweise schwer.

Dann kommt es oft nur mit ganz viel sicherheitsspendender Nähe und Körperkontakt in einen so entspannten Zustand, dass es über die Schlafschwelle `rüberkann.

Es kann auch sein, dass Ihr Baby sich an eine frühere Trennung erinnert in dem Moment, wo es sich in den Schlaf verabschieden soll. Auch die Schlafsituation ist ja bis zum nächsten Aufwachen immer wieder eine Trennung von Ihnen.

Dann braucht es vielleicht sogar soviel Körperkontakt, dass es nur auf Ihnen schläft, so dass Ihr Baby sicher sein kann, dass Sie ‚nicht weggehen können‘.

Das ist oft der Fall bei einer frühen Trennungserfahrung, die Ihr Baby um alles in der Welt nicht nochmal erleben will.

Und jetzt?

Was können Sie also tun, wenn Sie wissen, ja das stimmt, es gab einiges an Stress und Spannung und es könnte sein, dass unser Baby da noch mit etwas beschäftigt ist?

Im nächsten Artikel erfahren Sie in 4 Schritten die wichtigsten Tipps dazu, wenn Ihr Baby nur auf dem Arm schläft.

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Oder vielleicht haben Sie noch Fragen?

Dann hinterlassen Sie gerne einen Kommentar.

Herzliche Grüße,

Christiane Christiansen

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