Baby schläft auf dem Arm ein

Ihr Baby schläft nur auf dem Arm ein oder Ihrer Brust ein? Hilfe in 4 Schritten!

Hier geht es nun darum, was Sie tun können, wenn Ihr Baby zum Einschlafen soviel Nähe braucht, dass Sie es kaum kurz ablegen können. Oder schläft Ihr Baby als Steigerung sogar nur auf Ihrem Arm oder Bauch ein?

Natürlich ist jedes Baby und jede Familiensituation unterschiedlich und muss individuell betrachtet werden. Es gibt aber eine paar grundsätzliche Dinge, die ich Ihnen dazu sagen möchte.

Das Wichtigste zuerst

Es gibt meiner Erfahrung nach für den Übergang keinen anderen Weg als Ihrem Baby diese Sicherheitsstation für eine Zeit erstmal weiter zu lassen.

Nur so kann es langsam lernen, sich vor dem Einschlafen wieder zu entspannen und zum Beispiel nach einer frühen Trennung langsam aber sicher wieder Vertrauen zu fassen.

Auch wenn ich weiß, dass Sie vielleicht schon ziemlich erschöpft sind und Wege finden müssen, selbst genug Schlaf zu bekommen. Tipps und Unterstützung dazu finden Sie im Babyschlafpaket.

Wenn Sie Ihrem Baby die Nähe zu Ihnen als Sicherheitstankstelle einfach wegnehmen würden, dann kann es sein, dass es immer mehr in Stress gerät.

Die Anspannung, die Unruhe und vielleicht auch das Weinen werden dann nicht weniger, sondern ganz im Gegenteil höchstwahrscheinlich immer mehr. Und Ihre eigene Anspannung und der Druck steigen wahrscheinlich auch immer mehr.

Im Moment braucht es beim Entspannen einfach noch Ihre Hilfe.

Schritt 1: So weit akzeptieren, wie es jetzt gerade geht

Sie wissen aus dem vorherigen Artikel schon, dass der Grund dafür, warum Ihr Baby Ihre Nähe so intensiv braucht, in den allermeisten Fällen mit innerer Anspannung zu tun hat.

Der erste Schritt ist also, dass Sie verstehen und akzeptieren, dass Ihr Babys, wenn es so nahen Körperkontakt zum Einschlafen braucht, genau das für sein Sicherheitsgefühl wirklich dringend braucht. Sonst würde es das nicht einfordern.

Schrauben Sie Ihre Erwartungen, dass Ihr Baby sich möglichst morgen problemlos ablegen lassen sollte, als erstes für eine kurze Zeit ein bisschen runter. Sagen Sie sich , Ja, mein Baby schläft nur auf dem Arm ein, das ist jetzt in diesem Moment so’. Auch wenn ich weiß, dass das nicht leicht für Sie ist.

Aber bedenken Sie auch, dass kein Baby etwas ‘einfach nur so’ macht. Oder weil es Sie ärgern will. Oder weil es verwöhnt werden will. Wirklich keines.

Es stecken immer dringende Bedürfnisse dahinter. In diesem Fall, wie Sie schon erfahren haben, Sicherheit und Entspannung. Und Sie als Eltern sind für Ihr Baby die allerbeste Sicherheitsstation, um ihm diese Bedürfnisse erfüllen zu können.

Wenn Sie sich das klarmachen und es annehmen können, können Sie sich selbst besser entspannen in der anstrengenden Situation. Besonders, wenn Ihr Baby nur auf Ihrer Brust oder Ihrem Bauch einschlafen kann.

Damit kann bei Ihnen schon einiges an Druck nachlassen und die Situation entspannt sich oft schon deutlich. Viele Eltern in den Beratungen bestätigen das.

Schritt 2: Was können Sie nun direkt in der Einschlafsituation tun?

● Lassen Sie Ihr Baby in jedem Fall 25-30 Minuten auf Ihrem Arm oder Bauch. Solange braucht es, bis Babys überhaupt in der ersten Tiefschlafphase angekommen sind.

● Versuchen Sie, soviel Ruhe in die Einschlafsituation zu bringen, wie es Ihnen möglich ist.

Machen Sie dafür die Handgriffe mit Ihrem Baby, also das Ausziehen, Anziehen, Hochnehmen und Ablegen langsam und ruhig. Sprechen Sie währenddessen sanft mit ihm. Wenn Sie wollen, atmen Sie dabei tief und ruhig ein und aus.

Probieren Sie verschiedene Orte und Tragearten aus, die hilfreich sein könnten. Schlafzimmer, Wohnzimmer, Schaukelstuhl, Tragesystem, Tragetuch. Mit oder ohne Pucken.

Wenn Ihr Baby einen stillen Ort braucht, weil es noch Geschwisterkinder hat, holen Sie sich in der Zeit Unterstützung von Familie, Partner, Freundinnen oder netten Nachbarinnen. Bitten Sie andere, Zeit mit Ihren weiteren Kindern zu verbringen, die natürlich auch Zeit und Aufmerksamkeit brauchen. Haben Sie keine Scheu, sich Hilfe zu holen.

Was können Sie selbst noch tun?

● Versuchen Sie, sich so weit wie es geht, körperlich und innerlich zu entspannen.

Ich weiß, dass das in der momentanen Situation nicht einfach ist. Aber Ihre Anspannung spürt Ihr Baby mehr als Sie denken und dann strudeln Sie zusammen in eine immer größere Anspannung hinein.  

Sorgen Sie dafür, dass Sie selbst bequem und entspannt sitzen oder liegen. Atmen Sie tief und ruhig in Ihren Bauch ein und aus. Entspannen Sie Ihre Schultern. Lassen Sie Ihren Körper so weit wie es geht locker.

Je entspannter und druckfreier Sie sind, desto mehr kann Ihr Baby an Ihre Entspannung andocken und sich dann auch besser entspannen.

● Stellen Sie sich in der Einschlafsituation nochmal ganz deutlich und fast bildlich vor, dass Sie eine Art Tankstelle für Sicherheit, Schutz und Entspannung für Ihr Baby sind.

Sie können das noch verstärken, indem Sie mit jedem tiefen Einatmen Sicherheit und Entspannung zu Ihrem Baby ‚hinatmen‘. Übertragen Sie also mit Ihrer Atmung Ruhe und Entspannung auf Ihr Baby.

Wichtig ist, dass Sie wirklich einigermaßen entspannt sind und es nicht nur willentlich erzwingen wollen. Babys spüren sofort, wenn es in Ihnen noch Spannung gibt.

Versuchen Sie es einfach, so gut wie es geht.

● Für ein Baby, was sehr viel Nähe und Körperkontakt braucht, ist es meistens noch wichtiger als sowieso schon, dass es nachts bei Ihnen im Elternschlafzimmer schlafen darf.

Schritt 3: Langsamer Übergang

Um Anspannung loszuwerden, Sicherheit zu bekommen und Stress zu verarbeiten braucht Ihr Baby Zeit und Geduld. Wir wissen als Erwachsenen selbst gut genug, dass sowas meistens nicht von einem Tag auf den anderen geht.

Und Ihr Baby schläft vielleicht schon seit Wochen nur auf dem Arm oder Bauch ein? Jedes Baby braucht dann dafür unterschiedlich lange, um wieder zu lernen, mehr und schneller zu entspannen.  

Da richten sich Babys leider nicht nach dem Zeitplan von uns Erwachsenen.

Was heißt denn nun ‚langsamer Übergang‘ praktisch?

Hier mache ich Ihnen ein paar Vorschläge, wie es sanft gehen kann.

● Legen Sie erstmal eine Decke zwischen sich und Ihre Baby oder pucken Sie es, wenn mehr Abstand noch nicht geht.

● Halten Sie Ihr Baby immer noch nah am Körper, aber drehen Sie sich mit Ihm immer mal kurz auf die Seite, damit es auch die Matratze schon mal spürt.

● Haben Sie eine weiche kuschelige Decke um Sie beide herumliegen, die Sie beim Lagewechsel mitnehmen und in die vielleicht sogar eine kleine Wärmflasche mit eingepackt ist.

● Sprechen Sie viel und ruhig mit Ihrem Baby. Und erklären Sie ihm die kleinen, langsamen Handgriffe, die Sie gerade zur Schlafvorbereitung machen.

● Entfernen Sie sich vielleicht nur zentimeterweise bei jeder weiteren Schlafsituation und legen Sie noch einige Tage immer wieder beruhigend Ihren Arm oder die Hand auf Ihr Baby, damit es Ihren Körper und Ihre Wärme spüren kann.

Es ist der Weg der kleinen Schritte, bis Ihr Baby wieder soviel Vertrauen und Sicherheit fühlt, dass Sie es früher ablegen können.

Aber soviele Eltern sind erfolgreich mit diesen kleinen Schritten, also schaffen Sie das auch.

Schritt 4: Was kann noch hilfreich sein?

Daneben können Sie auch schon vor der Abendsituation einiges tun, damit sich die Grundanspannung in Ihrem Baby senken kann.

Wenn Sie ihm nämlich schon tagsüber viel Nähe und Kontakt als Sicherheitstankstelle geben, kann es sich damit schon tagsüber mehr ‚auftanken‘ und abends besser entspannen.

● Tragen Sie es tagsüber immer mal wieder längere Zeit im Tragetuch oder Tragesystem und kuscheln Sie viel mit Ihrem Baby.

● Schalten Sie Ihr Alltagstempo schon am späten Nachmittag etwas runter und holen Sie sich dafür Unterstützung von anderen.

● Massieren Sie Ihr Baby einige Minuten, wenn es das mag. Auch damit und vermitteln Sie ihm über den Körperkontakt Sicherheit, Liebe, Geborgenheit und Nähe.

● Baden Sie Ihr Baby vor dem Einschlafen oder baden Sie mit ihm zusammen.

● Seien Sie, wenn möglich, nachmittags ab und an schon etwas früher zuhause, um mehr Ruhe in die Zeit vor dem Schlafengehen zu bringen.

● Schlafen Sie, wenn Ihr Baby schläft.

Seien Sie kreativ. Machen Sie die Dinge, von denen Sie schon festgestellt haben, dass sie Ihr Baby entspannen, schon tagsüber immer wieder.

Und wenn sich zuwenig oder gar nichts verändert? Ihr Baby schläft immer noch nur auf dem Arm ein?

Wenn sich mit all‘ meinen Vorschlägen wirklich gar nichts verändert? Dann haben Sie keine Scheu oder Scham, sich professionelle Hilfe zu holen.

Weil Ihr Baby dann in den allermeisten Fällen noch mit etwas aus der Schwangerschaft oder von der Geburt beschäftigt ist, was es alleine und auch mit Ihnen gemeinsam nicht verarbeiten kann. Und das ist nicht schlimm.

Eine Unterstützung durch eine Schlafberaterin, die ‚Frühe Hilfen‘ oder einem Babycoaching bewirkt oft schon in erstaunlich kurzer Zeit große Erleichterung und mehr Entspannung.

Wollen Sie mehr zu den Ursachen wissen, wenn Ihr Baby nur auf dem Arm oder Ihrem Bauch einschläft oder schläft? Dann lesen Sie hier weiter.

Oder möchten Sie sofortige Tipps zum gesunden und entspannten Babyschlaf? Dann laden Sie sich jetzt den beliebten, kostenfreien Babyschlaf-Ratgeber herunter:

Ihr Baby schläft nicht?

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Oder haben Sie noch Fragen oder hilfreiche Erfahrungen zu dem Thema für andere Eltern?

Dann hinterlassen Sie gerne einen Kommentar.

Herzliche Grüße,

Christiane Christiansen

Baby schläft auf dem Arm von Mutter

Hilfe, mein Baby schläft nur auf dem Arm oder meiner Brust! Warum nur?

In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die Gründe dafür, warum Ihr Baby nur oder fast nur auf dem Arm oder Ihrer Brust schläft.

Aber als Allererstes möchte ich Sie beruhigen: Erstmal ist das völlig normal und natürlich!

Ihr Baby sagt sich: ‚Wieso soll ich alleine im Bettchen einschlafen, wenn es bei Mama so viel wärmer und kuscheliger ist?‘ Und wenn wir an uns selbst denken, ist das eine verständliche Reaktion Ihres Babys: Wir kuscheln uns ja beim Einschlafen und Schlafen auch gerne an unseren Partner.

Babys sind außerdem Traglinge und brauchen besonders, wenn Sie sich in den Schlaf verabschieden sollen, noch mehr Körperkontakt als sowieso schon.

Und darüberhinaus genießt Ihr Baby es, wenn Sie ihm etwas Gutes tun und ihm so Ihre Liebe zeigen.

Wie ist es aber in den folgenden Situationen?

● Wenn Ihr Baby schon in Hochspannung gerät, wenn es das Gefühl bekommt, dass es schlafen soll?

● Wenn es beim Einschlafen sofort völlig angespannt weint, wenn Sie es nur eine Sekunde ablegen?

● Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Baby Angst bekommt, wenn Sie es nur kurz ablegen?

● Oder wenn Ihr Baby völlig verzweifelt wird, wenn es nicht mit ganz viel Körperkontakt einschlafen darf?

Wenn Sie also das Gefühl haben, hier stimmt etwas nicht.

Im nächsten Artikel zeige ich Ihnen in 4 Schritten, wie Sie damit besser umgehen können.

Was ist aber nun der Grund dafür, wenn mein Baby nur auf dem Arm oder meiner Brust schläft?

Einer der Hauptgründe, warum Ihr Baby zum Einschlafen so nah bei Ihnen sein möchte, ist Sicherheit und als Folge davon Entspannung.

Mit Ihrer Nähe und Ihrem Körperkontakt bekommt Ihr Baby ein Gefühl von:

● ‚Alles ist gut‘‚

● ‚Ich fühle mich sicher‘,

● ‘Es ist alles in Ordnung‘,

● ‚Ich fühle mich beschützt‘

● ‚Jetzt kann ich mich zum Einschlafen entspannen‘.

Bei Ihnen am Körper zu sein ist also hochgradig beruhigend für Ihr Baby und gibt ihm ein Gefühl von Sicherheit und Schutz. Besonders in den ersten Monaten.

Sie sind sozusagen eine Art Sicherheitsstation für Ihr Baby.

Das ist nicht so verwunderlich, wenn man sich klarmacht, wie nah Ihr Baby bei Ihnen als Mutter war, als es sogar noch in Ihrem Körper war. 24 Stunden am Tag.

Wann entsteht dieses Gefühl von Sicherheit?

In den meisten Fällen also schon bei Mama im Bauch.

Ihr Baby hat Ihren Herzschlag gehört und das regelmäßige Gluckern und Glucksen drumherum. Es hat Ihren regelmäßigen Tag- und Nachtrhythmus mitbekommen. Es hat ungefähr ab dem 5. Monat Ihre Stimme und die Stimme Ihres Partners gehört. Es war warm in Ihrem Bauch und es hat überall Begrenzung um sich herum gespürt durch Ihren Körper.

Überall war Rhythmus und Regelmäßigkeit. Das entspannt und gibt Sicherheit. Und Entspannung ist das, was wir brauchen, um Einschlafen zu können.

Das ist bei uns Erwachsenen ja nicht anders. Wenn wir einen stressigen Tag gehabt haben, müssen wir auch erstmal `runterkommen. Der Unterschied zu Ihrem Baby ist, dass wir als Erwachsene uns besser alleine wieder beruhigen können. Ihr Baby kann das zu Beginn seines Lebens noch nicht so gut.

Wenn Ihr Baby also dieses Sicherheitsgefühl und diese Entspannung nicht hat, signalisiert es durch Unwohlsein, Weinen oder Spannung, dass es davon dann mehr von Ihnen braucht.

Was will Ihr Baby Ihnen dann sagen?

Die Botschaft kann eine der Folgenden sein:

● ‚Mama, bleib bitte bei mir‘‚

● ‚Papa, leg‘ mich jetzt nicht ab‘,

● ‚Geh jetzt nicht weg‘,

● ‚Ich brauche mehr Sicherheit und Beruhigung, wenn ich jetzt einschlafen soll‘.

Das ist das, was Ihr Baby Ihnen damit sagen möchte. Sprechen kann es noch nicht, also nutzt es alles andere, was ihm zur Verfügung steht. Stimme, Körperspannung, Mimik,…

Weiter unten im Artikel gehe ich noch näher darauf ein, warum es gerade beim Einschlafen so ist, dass Ihr Baby Sie mehr braucht als in anderen Situationen. Jetzt aber noch die Antwort auf eine andere Frage:

Wieso braucht denn gerade mein Baby soviel Sicherheit?

Eine berechtigte Frage.

Warum reicht nun also für das eine Baby ein kleines Einschlafritual, um sich für das Einschlafen zu entspannen und ein anderes Baby schläft nur auf dem Arm ein?

Dazu kann ich Ihnen aus meiner Erfahrung mit unzähligen Babys und Eltern sagen:

Wenn es schon seit der Geburt oder kurz danach begonnen hat, das Ihr Baby zum Einschlafen so nah bei Ihnen sein möchte, dann ist es in den allermeisten Fällen so, dass noch Anspannung in ihm steckt von dem, was es bisher erlebt hat.

Stress in der frühen Lebenszeit

Das Intensivste, was Ihr Baby bisher erlebt hat und was zum Teil große Spannung in ihm auslösen kann, ist die Zeit der Schwangerschaft, der Geburt und der Zeit kurz danach.

Wenn Sie wollen, stoppen Sie mit dem Lesen kurz und nehmen sich mal ein paar Minuten Zeit, um darüber nachzudenken. Fallen Ihnen spontan Stressfaktoren ein, schwierige Phasen oder schwierigen Momente in der Schwangerschaft, während der Geburt oder danach?

Etwas, was in Ihnen oder Ihrem Baby Anspannung ausgelöst haben kann? Oder wo es eine frühe Trennung gab?

Was könnte das sein?

Das können schwierige Familienerlebnisse, eine Beziehungstrennung oder ein großer Umzug während der Schwangerschaft sein. Das kann ein Kaiserschnitt sein oder eine Saugglockengeburt, es kann sein, dass die Nabelschnur um den Hals gewickelt war, es kann sein, dass Ihr Baby nach der Geburt nicht sofort zu Ihnen gekommen ist oder vielleicht musste Ihr Baby noch länger im Krankenhaus bleiben als gedacht und war nachts alleine.

Wenn Sie ‘mal überlegen, wie intensiv, belastend und emotional das für Sie schon gewesen ist, warum sollte das bei Ihrem Baby anders gewesen sein? Es war ja auch dabeio, genau so wie Sie.

All‘ das kann in Ihrem Baby also Spannung und Unruhe erzeugen. Ihr Baby nimmt das nach der Geburt mit in den Alltag wie einer Art Grundanspannung.

Es fehlt nach den mehr oder weniger stressigen frühen Erfahrungen das Gefühl von Sicherheit und Entspannung.

Stress und Einschlafen

Wenn Ihr Baby dann in die Einschlafsituation kommt, wo wir uns also normalerweise entspannen als Voraussetzung für das Einschlafen, dann fällt das einem Baby mit einer hohen Grundanspannung verständlicherweise schwer.

Dann kommt es oft nur mit ganz viel sicherheitsspendender Nähe und Körperkontakt in einen so entspannten Zustand, dass es über die Schlafschwelle `rüberkann.

Es kann auch sein, dass Ihr Baby sich an eine frühere Trennung erinnert in dem Moment, wo es sich in den Schlaf verabschieden soll. Auch die Schlafsituation ist ja bis zum nächsten Aufwachen immer wieder eine Trennung von Ihnen.

Dann braucht es vielleicht sogar soviel Körperkontakt, dass es nur auf Ihnen schläft, so dass Ihr Baby sicher sein kann, dass Sie ‚nicht weggehen können‘.

Das ist oft der Fall bei einer frühen Trennungserfahrung, die Ihr Baby um alles in der Welt nicht nochmal erleben will.

Und jetzt?

Was können Sie also tun, wenn Sie wissen, ja das stimmt, es gab einiges an Stress und Spannung und es könnte sein, dass unser Baby da noch mit etwas beschäftigt ist?

Im nächsten Artikel erfahren Sie in 4 Schritten die wichtigsten Tipps dazu, wenn Ihr Baby nur auf dem Arm schläft.

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Oder vielleicht haben Sie noch Fragen?

Dann hinterlassen Sie gerne einen Kommentar.

Herzliche Grüße,

Christiane Christiansen

Foto Puzzleteil zu Artikel 'Warum schläft mein Baby nicht?'

Warum schläft mein Baby nicht? 3 Gründe und Tipps dazu

Sie zermartern sich den Kopf, warum ihr Baby einfach nicht schläft? Es hat Mühe mit dem Einschlafen? Weint vielleicht nachts viel? Und Sie suchen verzweifelt nach den Gründen?

Heute möchte ich Ihnen mehr zu den 3 großen Bereichen erzählen, die Ihnen die Frage nach dem Warum beantworten.

Meistens suchen Sie verständlicherweise als Erstes nach den äußeren Ursachen wie Hunger oder einer vollen Windel.  

Ich habe doch alles getan, denken Sie dann zu Recht. Und dass Sie sich erstmal genau diese Gedanken machen, ist verständlich und naheliegend.

Es wäre schön, wenn die Lösung so einfach wäre…

Ist sie aber oft nicht, das haben Sie sicher auch schon bemerkt. Es gibt nämlich leider nicht nur ein paar wenige Ursachen, warum Ihr Baby nicht schläft.

Stattdessen gibt es aber große 3 Bereiche, in denen Sie nach den Ursachen suchen und etwas verändern können.

Welches sind nun diese 3 Bereiche, warum Ihr Baby nicht schläft?

Bevor ich Sie länger im Ungewissen lasse, gebe ich Ihnen hier einen Überblick über die wichtigsten Ursachen, warum Ihr Baby nicht schlafen kann:

1. Die offensichtlichen Ursachen
2. Was Ihr Baby noch so bewegt
3. Ihr Part als Eltern

Und hier geht’s nun mehr ins Detail.

1) Die offensichtlichen Ursachen

Offensichtliche Ursachen nenne ich sie deshalb, weil sie mit den grundlegenden körperlichen Bedürfnissen Ihres Babys zu tun haben. Dazu gehört als erstes natürlich,…

● …ob Ihr Baby Hunger hat
● …ob die Windel voll ist
● …ob es friert oder ihm warm ist
● …ob es auf den Arm will oder
● …ob sie genau die Schlafbrücken, also Einschlafrituale ausprobiert haben, die Ihrem Baby helfen, in den Schlaf zu finden (also Bewegung, singen, wiegen, streicheln,…)

All’ die Dinge, an die Sie selbstverständlich und als Erstes denken. Und die sie schnell und mit wenig Aufwand verändern können.

2)  Was Ihr Baby noch so bewegt

Es gibt aber als zweites noch andere Ursachen, die auch mit Ihrem Baby zu tun haben und an die Sie vielleicht nicht unbedingt sofort denken.

Nicht immer, aber oft sind das Dinge, die uns als Kleinigkeiten erscheinen.

2a) Babys lieben Rhythmus

Schlafstörungen können auch mit den vielen verschiedenen Rhythmen zu tun haben, an die sich Ihr Baby gerade gewöhnt:

● Ihr Baby landet erst viel später in der ersten Tiefschlafphase, als Sie denken und kann deshalb in den ersten 30 Minuten noch oft wach werden. Bleiben Sie deshalb in dieser Zeit noch bei ihm, dann kommt es leichter in die Tiefschlafphase.

● Ihr Baby gewöhnt sich immer mehr an den Tag-Nacht-Rhythmus. Es könnte sein, dass Ihr Baby z.B. eine ‘Nachteule’ ist und abends gerne ein bißchen länger wach ist. Beobachten Sie das ‘mal ein paar Tage. Dann schläft es besser, wenn es noch ein bisschen länger bei Ihnen bleiben darf. Auf Ihrem Arm, im Tragetuch, in der Wiege, gemeinsam auf der Couch…

● Es gibt die sogenannten Schlaffenster, das sind bestimmte wiederkehrende Zeiten, in denen Ihr Baby leicht einschlafen kann. Es ist gar nicht so einfach, die Zeichen für ein Schlaffenster gleich zu erkennen. So wird Ihr Baby dann evt. wieder hellwach, wenn es nicht gleich einschlafen darf, wenn ein Schlaffenster da ist. Und es dauert dann eine Zeit, bis das nächste Schlaffenster erreicht ist.

● Gerade wenn Ihr Baby erst einige Wochen oder Monate alt ist, kann ein Tagesablauf, der uns als Erwachsenen entspannt vorkommt, schon ganz schön voll mit Reizen und Eindrücken sein. Dann kann es Ihrem Baby schwerfallen, in die nötige Grundentspannung zu kommen, die es zum Schlafen braucht.

Was können Sie im Alltag für mehr Rhythmus tun?

Entschleunigung ist das einfache Gegenmittel, um mehr Ruhe und Rhythmus in den Alltag zu bringen.

Hört sich erstmal banal an und ich weiß, wie schwer es oft ist, das praktisch umzusetzen. Aber viele Eltern berichten von viel mehr Entspannung im Alltag mit wenig Aufwand.

Mein Tipp also: Weniger Termine am Tag, ruhige Alltagshandgriffe bei Stillen, Wickeln, Spielen, immer wieder Tage, an denen Sie einfach in Ruhe zuhause sind, ruhigere Zeiten schon am späten Nachmittag,…

2b) Wie geht’s Ihrem Baby körperlich?

Auch den kleinen Körper ihres Babys kann ja schon so einiges plagen, das wissen Sie aus Erfahrung…

● Wenn Ihr Baby schon einige Monate alt ist, können das die Zähne sein

● die regelmäßigen Wachstumsschübe des Gehirns sind meistens nachts besonders irritierend für Ihr Baby

● Bauchschmerzen und Blähungen können besonders abends und nachts ein Thema sein, weil die ganzen Eindrücke und Ablenkungen des Tages nicht mehr da sind.

● Es kommt auch bei Babys schon vor, dass es Verspannungen oder kleine Blockaden im Körper gibt, die oft während der Geburt entstanden sind. Und die bewirken können, dass Ihr Baby sich zu den Schlafenzeiten nicht genug entspannen kann, um in den Schlaf zu kommen.

2c) Und zu guter Letzt: Wie fühlt sich Ihr Baby?

Es gibt ja nämlich nicht nur das körperliche Wohlbefinden, sondern auch den emotionalen Wohlfühlfaktor Ihres Babys

Ihr Baby kann nicht nur körperliche, sondern auch schon innere Anspannung empfinden.

Es kann Angst fühlen oder Unruhe, es kann Stress fühlen, es kann wütend sein oder auch traurig. Genau wie wir auch.

Die Gründe können vielfältig sein. Sie können akut sein oder schon länger bestehen:

● Vielleicht möchte es noch mehr Körperkontakt und Nähe zu Ihnen?

● Kann Ihr Baby sich vielleicht selbst noch nicht so gut zwischen An- und Entspannung regulieren und ist es deshalb oft wie ‘unter Strom’?

● Möchte Ihr Baby nachts bei Ihnen sein, anstatt im eigenen Zimmer?

● Vielleicht gibt es noch länger anhaltenden Stress von der Schwangerschaft oder der Geburt?

● Und noch so viele Gründe mehr

Und manchmal hat Ihr Baby einfach einen schlechten Tag. Oder Tage, an denen es alles ‚richtig doof‘ findet. Das kennen wir als Erwachsene auch. Auch das kann ein Grund sein, warum Ihr Baby nicht schläft.

3) Ihr Part als Eltern

Dieser dritte große Bereich wird Sie vielleicht erstmal am meisten erstaunen. Es geht doch um den Schlaf meines Babys, werde Sie vielleicht sagen, was hat das denn mit mir zu tun?

Grundsätzlich haben Sie natürlich recht.

Allerdings ist die Verbindung zwischen Ihnen und Ihrem Baby sehr, sehr eng. So eng, wie Sie es im ersten Moment vielleicht gar nicht vermuten würden.

Was haben Sie also nun damit zu tun?

Ihr Baby bekommt so ziemlich alles mit, was Sie bewegt und beschäftigt. Das können alle Arten von Stress sein oder wenn Sie sich Sorgen um etwas machen.

● Streit mit dem Partner oder im Freundeskreis?

● Finanzieller Druck?

● Stress in Ihrer Familie oder mit der Familie Ihres Partners?

● Vielleicht Zeitdruck wegen Umzug, Arbeit,…?

● Frust und Hilflosigkeit, wenn Ihr Baby schon seit Wochen abends vor dem Einschlafen oder nachts schreit?

● Oder ist es der ganz normale Alltagsstress, der Sie in Anspannung versetzt?

Babys habe eine Art siebten Sinn dafür, wie es Ihnen geht.

Das hat die Natur so eingerichtet, damit Babys spüren können, ob noch alles in Ordnung ist. Oder ob sie sich bemerkbar machen müssen, damit sie gut versorgt werden.

Natürlich versteht Ihr Baby nicht, worum es genau geht. Was es aber spürt, ist die Spannung, in der Sie sind. Und die überträgt sich auf Ihr Baby, leider ob Sie wollen oder nicht.

Wenn ich das in den Beratungen mit den Eltern anspreche, kommt besonders von den Müttern meist sofort eine Bestätigung, dass sie das auch schon bemerkt haben.

Und das kann auch ein Grund sein, warum Ihr Baby nicht schläft. Das bewirkt dann als Folge nämlich häufig, dass Ihr Baby sich zum Einschlafen dann nicht mehr so gut entspannen kann.

Es geht auf keinen Fall darum, dass Sie daran Schuld sind. Das sind Sie nicht.

Was kann ich tun?

Wenn Sie verstehen, warum sich Spannungen auf Ihr Baby übertragen können, können Sie bewußter gegensteuern…

● …und sich vor dem Einschlafritual nochmal kurz entspannen.

● …oder einigen Minuten tief durchatmen, um den Kopf freibekommen

● …oder einen Konflikt zeitnah klären, bevor sich die Spannung immer mehr aufstaut

● …oder den Partner bitte, zu übernehmen, wenn Sie merken, dass Ihre Kraft nicht mehr reicht.

Im Alltag immer völlig entspannt zu sein mit einem Baby ist nicht möglich. Und so zu tun, als ob es die Sorgen und Konflikte nicht gibt, funktioniert auch nicht.

Es geht eher darum, die kleinen Schritte zu gehen, die möglich sind.

Und ganz zum Schluss noch…

Die meisten Eltern hätten gerne einen speziellen Kniff oder eine Art Formel, die Ihrem Baby beim Schlafen hilft. Leider muss ich Sie da enttäuschen

Es gibt nicht ‚den einen Trick’, der bei allen Babys hilft, die Schlafprobleme haben.

Jedes Baby ist anders und hat schon seine eigene Persönlichkeit. Jede Familiensituation ist anders. Ihre persönliche Situation als Vater, Mutter und als Familie ist anders als die in anderen Familien. Und jedes Baby reagiert anders auf das, was Sie ausprobieren zum Schlafthema.  

In diese Blogbeitrag geht es um die Gründe, warum Ihr Baby nicht schäft.

Wenn Sie als nächsten Schritt viele praktische und alltagstaugliche Tipps ohne Halbwahrheiten oder Ammenmärchen möchten, lesen Sie hier gerne mehr zu meinem Babyschlafpaket mit Handbuch, Videos und Audios.

Oder möchten Sie sofortige Tipps zum gesunden und entspannten Babyschlaf? Dann laden Sie sich jetzt den beliebten, kostenfreien Babyschlaf-Ratgeber herunter:

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Wenn Sie Fragen haben oder etwas teilen wollen zu dem Thema, schreiben Sie gerne einen Kommentar!

Herzliche Grüße,

Christiane Christiansen